Mittwoch, 04 Februar 2026 10:30

Schachturnier in Ingolstadt wächst weiter

Inklusives Schachturnier der DSAM in Ingolstadt mit Teilnehmerinnen aller Altersgruppen. Inklusives Schachturnier der DSAM in Ingolstadt mit Teilnehmerinnen aller Altersgruppen. Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Ein Turnierformat mit inklusivem Charakter sorgte im Rahmen der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft in Ingolstadt für besondere Aufmerksamkeit. Neben den regulären Wettbewerben fand dort ein zweites Beginnerinnen-Turnier statt. Es zog Teilnehmerinnen mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen an. Die Veranstaltung war Teil des offiziellen Rahmenprogramms und wurde von den Organisatoren als Ergänzung zur DSAM umgesetzt. Die DSAM in Ingolstadt verzeichnete insgesamt 417 Aktive und lag damit mehr als 100 Teilnehmende über der Vorsaison. Austragungsort war das Maritim Hotel. Gespielt wurde in mehreren Gruppen. Zusätzlich wurden erstmals Fluggutscheine von Condor für Gruppensieger vergeben. Die steigenden Zahlen unterstrichen die wachsende Bedeutung des Standorts.

Inhaltsverzeichnis

Beginnerinnen-Turnier unter Leitung von Nadja Jussupow

Am Beginnerinnen-Turnier nahmen 16 Frauen teil. Viele kannten lediglich die Grundregeln des Schachs. Das Turnier wurde von der DSB-Frauenschachreferentin Nadja Jussupow organisiert und durchgeführt. Die Altersspanne war groß. Der jüngste Teilnehmer war Otto Hamann mit 8 Jahren, der älteste Siegbert Humeda mit 83 Jahren. Gespielt wurden 4 Runden.

Sandra Schmidt, Turnierchefin der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft, sagte wörtlich „Das war richtig klasse“. Sie ergänzte, dass dieses Turnier besondere Geschichten geschrieben habe. Auch Nadja Jussupow sprach von positiven Erfahrungen. Wörtlich sagte sie „Das waren wirklich wieder sehr schöne Geschichten. Ich freue mich sehr, dass auch die Organisatoren der DSAM von dieser lockeren Form eines Turniers sehr begeistert sind.“

Erste Turniererfahrungen und neue FIDE-ID

Ein Beispiel für den offenen Charakter war Benjamin Schiekofer, Jahrgang 2010. Er hatte zuvor ausschließlich online gespielt. Durch Unterstützung von Pairing-Officer Frank Jäger und seinem Team erhielt er eine FIDE-ID und nahm erstmals an einem Präsenzturnier teil. Danach sagte er wörtlich „Das hat total Spaß gemacht“, gefolgt von „jetzt muss ich mir nur noch einen Verein suchen“.

Auch Irina Elkin nahm erstmals aktiv teil. Zuvor hatte sie sich gegen eine Teilnahme gewehrt. Nach Überzeugungsarbeit von Nadja Jussupow spielte sie mit. Am Ende belegte sie Platz 5. Turniersiegerin wurde Claudia. Sie sagte danach wörtlich „Das war so aufregend, ein tolles Erlebnis. Mein Blutdruck geht jetzt richtig durch die Decke.“

Analysebereich mit Léon Mons

Das Beginnerinnen-Turnier fand im Analyseraum der DSAM statt. Dort arbeitete der Gast-Großmeister Léon Mons mit den Spielerinnen und Spielern. Er stellte Fragen wie „Was war die Idee dabei? Und warum hast Du nicht diesen Zug gespielt.“ Isabel Betz, Öffentlichkeitsarbeiterin der DSAM, beschrieb seine Arbeitsweise sachlich. Wörtlich sagte sie „Stattdessen entsteht ein ruhiges, angenehmes Gespräch. Gedanken dürfen reifen. Ideen dürfen sich entwickeln.“

Sandra Schmidt bezeichnete Léon Mons als Spieler-Versteher mit psychologischem Geschick. Parallel liefen Gespräche über eine feste Etablierung des Beginnerinnen-Turniers. Nadja Jussupow plant, Unterstützung durch Frauenschach-Referentinnen der Landesverbände zu erhalten.

Stimmen der Verbände und sportliche Ergebnisse

Ingo Thorn, Präsident des Bayerischen Schachbundes, lobte das Turnier ausdrücklich. Er überreichte Geschenke an das Organisationsteam und sagte wörtlich „Ein wirklich wunderbares Turnier. Das muss nächstes Jahr unbedingt wieder stattfinden.“ Verhandlungen über eine Fortsetzung laufen bereits. Zusätzlich wird über eine weitere Etappe in Baden-Württemberg nachgedacht, mehr hier.

Die sportlichen Endplatzierungen der Gruppen A bis G wurden nach Punkten ausgewertet.

  • Gruppe A Tugrul Türel und Sebastian Böhme mit jeweils 4,5 Punkten
  • Gruppe D Daniel Fridlin mit 5 Punkten
  • Gruppe G Lina Jendryschik mit 5 Punkten

Die Kombination aus steigenden Teilnehmerzahlen, neuen Turnierformaten und regionaler Unterstützung machte Ingolstadt zu einem festen Termin im DSAM-Kalender.

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FAQ

Was ist die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft?

Die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft ist eine bundesweite Turnierserie, die sich an Schachspielerinnen und Schachspieler ohne Profistatus richtet und an mehreren Standorten ausgetragen wird.

Wo fand das beschriebene Turnier statt?

Das Turnier wurde in Ingolstadt im Maritim Hotel ausgetragen und war Teil des offiziellen Rahmenprogramms der DSAM.

Wie viele Teilnehmer nahmen an der DSAM in Ingolstadt teil?

In Ingolstadt nahmen insgesamt 417 Aktive teil, was mehr als 100 Teilnehmende mehr als in der Vorsaison waren.

Was ist das Beginnerinnen-Turnier?

Das Beginnerinnen-Turnier ist ein spezielles Turnierformat für Frauen mit geringen Schachkenntnissen, bei dem vor allem Spielerinnen mit Grundkenntnissen teilnehmen.

Wer leitete das Beginnerinnen-Turnier?

Das Beginnerinnen-Turnier wurde von der DSB-Frauenschachreferentin Nadja Jussupow organisiert und durchgeführt.

Wie viele Runden wurden im Beginnerinnen-Turnier gespielt?

Im Beginnerinnen-Turnier wurden insgesamt vier Runden gespielt.

Wer war der jüngste und wer der älteste Teilnehmer?

Der jüngste Teilnehmer war Otto Hamann im Alter von acht Jahren, der älteste Teilnehmer war Siegbert Humeda mit 83 Jahren.

Welche Rolle spielte Frank Jäger beim Turnier?

Frank Jäger unterstützte als Pairing-Officer die Organisation und ermöglichte unter anderem die Ausstellung einer FIDE-ID für einen erstmaligen Turnierteilnehmer.

Wo fanden die Analysen der Partien statt?

Die Analysen wurden im Analyseraum der DSAM durchgeführt, wo der Gast-Großmeister Léon Mons mit den Teilnehmenden arbeitete.

Welche sportlichen Erfolge wurden erzielt?

In den Gruppen A bis G wurden die Platzierungen nach Punkten vergeben, darunter fünf Punkte für Daniel Fridlin in Gruppe D und Lina Jendryschik in Gruppe G.

Quelle: DEUTSCHER SCHACHBUND, WEBRIVAIG

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