Inhaltsverzeichnis:
- Matthias Blübaum in Usbekistan
- Von der Europameisterschaft zum Weltturnier
- Deutsche Vorgänger Christopher Lutz und Robert Hübner
- Ausblick auf das Jahr 2026
Matthias Blübaum in Usbekistan
Der 28 Jahre alte Europameister belegte beim Fide Grand Swiss den zweiten Platz. Ein Remis in der elften Runde gegen Alireza Firouzja reichte für den entscheidenden Erfolg. Den Sieg im Turnier holte sich Anish Giri aus den Niederlanden. Vincent Keymer, amtierender Deutscher Meister, blieb trotz guter Ausgangsposition hinter den Spitzenrängen.
Wichtige Ergebnisse in der Übersicht
- 2. Platz beim Fide Grand Swiss für Blübaum
- Remis in der letzten Runde gegen Firouzja
- Siege gegen Arjun Erigaisi und Rameshbabu Praggnanandhaa
- Remis gegen Vincent Keymer in der vorletzten Runde
Von der Europameisterschaft zum Weltturnier
Blübaum war beim Grand Swiss nur an Position 32 gesetzt. Trotz Außenseiterrolle besiegte er mehrere hochkarätige Gegner und spielte sich nach vorn. Sein Sieg bei der Europameisterschaft im Frühjahr hatte zwar weniger Gewicht, zeigte aber bereits seine stabile Form. Die Krönung folgte nun mit der Qualifikation für das wichtigste Turnier vor der Weltmeisterschaft.
Deutsche Vorgänger Christopher Lutz und Robert Hübner
Der letzte deutsche Vertreter im Kandidatenturnier war Christopher Lutz im Jahr 2002 bei den Dortmunder Schachtagen. Damals war der Weltmeistertitel umstritten. Robert Hübner war 1991 der letzte Deutsche, der an einem allgemein anerkannten Kandidatenturnier teilnahm. Damit reiht sich Blübaum in eine seltene Tradition deutscher Schachgeschichte ein.
Ausblick auf das Jahr 2026
Wann und wo das Kandidatenturnier stattfindet, steht noch nicht fest. Sicher ist, dass es in der ersten Jahreshälfte 2026 ausgetragen wird. Der Sieger dieses Turniers spielt dann in der zweiten Jahreshälfte um die Weltmeisterschaft gegen Dommaraju Gukesh. Vincent Keymer erhält im November beim Chess World Cup eine weitere Gelegenheit, sich ebenfalls für das Kandidatenturnier zu qualifizieren.
Quelle: SPIEGEL Sport, YouTube, Schachmatt TV