Montag, 28 Juli 2025 14:28

Junges Schachtalent aus Leipzig kämpft um Weltmeistertitel

Hugó Keleti beim Schachtraining für die WM in Kasachstan. Hugó Keleti beim Schachtraining für die WM in Kasachstan. pexels/Foto illustrativ

Mit nur acht Jahren steht Hugó Keleti vor einer außergewöhnlichen Herausforderung: Bei der Schach-Weltmeisterschaft im September in Kasachstan will der Schüler aus Leipzig Weltmeister in seiner Altersklasse werden. Dafür muss er sich gegen 99 der besten jungen Spieler weltweit durchsetzen – in insgesamt elf Partien. Schon jetzt gehört er zu den talentiertesten Nachwuchsspielern Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis:

Hugó Keleti besiegt Erwachsene in Sekunden

Seine Gegner im Alltag? Meist chancenlos. Hugó Keleti spielt seit dem Kindergartenalter Schach. Heute dominiert er fast jeden, der sich ihm an das Brett setzt. Zuhause in Leipzig hat er schon Mama Zoe Keleti und Papa Joshua Parksteinhoff im Eiltempo mattgesetzt. Auch Harald Niesch, Vorsitzender des Schachclub Leipzig-Lindenau, konnte dem Achtjährigen nichts entgegensetzen.

Hugó kann mehr als sechs Züge im Voraus planen. Diese Fähigkeit macht ihn besonders. Im Juli reiste er nach London, um sich mit neuen Gegnern zu messen. Dort spielte er in einem Pub drei Partien gegen drei erwachsene Schachspieler – und gewann alle. Dass er dabei immer ruhig und fokussiert bleibt, beeindruckt selbst erfahrene Spieler.

Intensive Vorbereitung für Kasachstan

Durch seinen 6. Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Juni qualifizierte sich Hugó für die Weltmeisterschaft in Astana. Die WM bringt die besten Spieler seiner Altersklasse zusammen. Für Hugó ist es die nächste große Etappe. Er trainiert täglich mehrere Stunden – im Verein, online, gegen seine Eltern oder gegen sich selbst. Seine Zielstrebigkeit ist außergewöhnlich.

Zusätzlich wird er zweimal wöchentlich von einer Trainerin des Jugendschachverbands betreut. Sie hilft ihm dabei, neue Spielzüge und Eröffnungen zu analysieren. "Er setzt auf komplexe Stellungen", sagen seine Trainer, denn darin sieht Hugó seine Stärke. Es geht ihm nicht um Glück, sondern um Strategie und Können. Sein Vater betont stolz, dass Hugó ihn immer noch als Trainingspartner akzeptiert – das sei für ihn eine Ehre.

Drei Ziele – vom Talent zum Profi

Hugós kurzfristiges Ziel: Junioren-Weltmeister werden. Mittelfristig will er als Profi leben – sein Berufswunsch ist längst festgelegt. Er arbeitet konsequent auf dieses Ziel hin, ohne Umwege. Langfristig verfolgt Hugó ein großes Ziel: Er möchte der beste Schachspieler aller Zeiten werden.

Seine wichtigsten Etappen bis zur WM:

  • Teilnahme an regionalen und überregionalen Turnieren
  • Intensivtraining mit Eltern, Verein und Online-Plattformen
  • Qualifikation durch 6. Platz bei der Deutschen Meisterschaft
  • Vorbereitung mit Unterstützung des Jugendschachverbands
  • Reise nach Astana zur Weltmeisterschaft

Die Schachwelt wird im September genau hinschauen. Wenn Hugó Keleti in Kasachstan antritt, stehen ihm nicht nur elf Spiele bevor – sondern möglicherweise der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere.

Quelle: MDR