Montag, 08 September 2025 13:44

Deutsches Duell beim Grand Swiss in Samarkand

Keymer siegt im deutschen Duell in Samarkand Keymer siegt im deutschen Duell in Samarkand Foto: Pixabay

Das Aufeinandertreffen von Vincent Keymer und Frederik Svane sorgte beim FIDE Grand Swiss in Usbekistan für große Aufmerksamkeit. Zwei deutsche Spitzenspieler trafen in der vierten Runde direkt aufeinander. Damit stand schon früh ein internes Duell auf dem Programm.

Inhaltsverzeichnis:

Vincent Keymer gegen Frederik Svane

Die Partie zwischen Keymer und Svane dauerte über sechs Stunden und wurde zum Höhepunkt der vierten Runde. Bundestrainer Jan Gustafsson erklärte, dass sich Svane lange und zäh verteidigte. Am Ende konnte er den Druck jedoch nicht mehr standhalten. Keymer zeigte erneut seine starke Form und bestätigte seinen Status als Nummer eins im deutschen Schach.

Die Begegnung verlief nach dem typischen Muster im Schweizer System. Zwei der besten Spieler eines Landes treffen früh aufeinander, sobald sie ähnliche Punktestände haben. Georgios Souleidis sprach von einem „Riesenduell“. Jan Gustafsson zog einen martialischen Vergleich und betonte, dass Keymer in jeder Phase immer wieder neue Chancen erspielte.

Dmitrij Kollars und Dennis Wagner unter Druck

Nicht für alle deutschen Vertreter verlief das Turnier erfolgreich. Dmitrij Kollars und Dennis Wagner sammelten bisher nur 1 Punkt aus 4 Partien. Besonders hart traf es Kollars, der gleich zweimal gegen eloschwächere Gegner verlor. In Runde 4 unterlag er der russischen Großmeisterin Aleksandra Gorjachkina.

Gustafsson beschrieb die Situation als „richtig bitter“. Normalerweise sei Kollars ein „Taktikfuchs“, der sich auch aus schwierigen Lagen befreien könne. Doch dieses Mal misslingt ihm das.

Zur Übersicht:

  1. Dmitrij Kollars – 1 Punkt
  2. Dennis Wagner – 1 Punkt
  3. Alexander Donchenko – 1,5 Punkte
  4. Rasmus Svane – 1,5 Punkte

Matthias Blübaum und Parham Maghsoodloo in Führung

Vincent Keymer und Matthias Blübaum gehören zu den erfolgreichsten deutschen Spielern in Samarkand. Beide erreichten nach vier Runden jeweils 3 Punkte. Damit liegen sie nur 0,5 Punkte hinter dem iranischen Spitzenmann Parham Maghsoodloo, der die Tabelle anführt.

Die nächsten Runden werden entscheiden, ob Keymer und Blübaum weiter Druck auf den Führenden ausüben können. Das Turnier ist lang, und in jeder Partie kann sich die Rangliste deutlich verschieben.

Dinara Wagner gegen Vaishali Rameshbabu

Auch bei den Frauen gibt es positive Nachrichten. Dinara Wagner spielte in Runde 4 am Spitzenbrett gegen die Titelverteidigerin Vaishali Rameshbabu aus Indien und erreichte ein Remis. Wagner wirkte gelassen und erklärte, dass sie gegen Vaishali bereits eine gute Bilanz habe.

In der zweiten Runde hatte sie bereits gegen Mo Zhai aus China ein Remis erreicht, zeitweise sogar mit Gewinnstellung. Mit diesen Leistungen gehört sie aktuell zu den besten Spielerinnen im Feld.

Wichtige Punkte:

  • Remis gegen Mo Zhai in Runde 2
  • Remis gegen Vaishali Rameshbabu in Runde 4
  • Platzierung weit oben im Frauenklassement

Gemeinsame Aktivitäten der deutschen Spieler

Neben den Partien schätzen die deutschen Teilnehmer die Atmosphäre in Samarkand. Dinara Wagner betonte, dass sie mit einer „coolen Gruppe“ vor Ort sei. Die Spieler verbringen die freie Zeit gemeinsam, gehen essen, spazieren oder spielen Gesellschaftsspiele. Die Stimmung im deutschen Team ist positiv und trägt zur Konzentration bei.

Das Turnier in Usbekistan geht weiter, und die kommenden Runden versprechen spannende Duelle für die deutschen Vertreter.