Inhaltsverzeichnis:
- Sieg am Tegernsee stärkt Tabatabaeis Position
- Diskussionen um politische Vorfälle
- Großmeister und Nachwuchs im Olympiastadion
- Ausblick auf das U25-Open in Berlin
Sieg am Tegernsee stärkt Tabatabaeis Position
Der 24-Jährige konnte mit einer Elo-Zahl von 2681 seine starke Form unter Beweis stellen. Sein Erfolg am Tegernsee brachte ihn auf Platz 33 der Weltrangliste. Mit einem Punkt Vorsprung gewann Tabatabaei das Turnier souverän. Unter den zehn besten Spielern befanden sich ausschließlich Großmeister. Luis Engel führte die Verfolgergruppe an, gefolgt von Szymon Gumularz. Leonardo Costa belegte den zehnten Platz.
Bei den Frauen setzte sich WGM Liya Kurmangalieva aus Kasachstan mit 6,5 Punkten durch. Sie erreichte ihre zweite IM-Norm. In der Kategorie U2400 siegte FM John Heinrich vom SV Lengefeld, der durch seine starke Leistung ebenfalls eine IM-Norm erzielte. Den Ü60-Preis übergab Turnierleiter GM Sebastian Siebrecht an Martin Forchert.
Ein Rückblick auf ähnliche internationale Ereignisse, wie etwa den Cairns Cup 2024, zeigt, wie stark die Leistungsdichte im Weltschach aktuell ist.
Diskussionen um politische Vorfälle
Tabatabaei war in der Schachszene schon mehrfach Thema politischer Debatten. Er trat bei zwei Turnieren nicht gegen israelische Spieler an. Im März befasste sich die Ethik- und Disziplinarkommission der FIDE mit den Fällen Tabatabaei und Aghiad Mero. Die Kommission sprach Tabatabaei frei, während Mero wegen Boykotts verwarnt wurde.
Der Iraner hatte bei der Rapid-Team-Weltmeisterschaft 2024 in Astana kurzfristig seine Teilnahme abgesagt, als das Match gegen den israelischen Klub Ashdod anstand. Er legte ein ärztliches Attest vor, doch viele Beobachter äußerten Zweifel. Der Deutsche Schachbund betonte seine klare Haltung zur Situation. Eine Übersicht zu weiteren FIDE-Entscheidungen findet sich im Artikel über die Rapid- und Blitz-Mannschaftsweltmeisterschaft in Astana.
Großmeister und Nachwuchs im Olympiastadion
Turnierleiter Jonathan Born freute sich über den prominenten Teilnehmer: „Unser erster 2600plus-Spieler.“ Das Turnier ist mit über 180 gemeldeten Spielern stark besetzt. Neben Tabatabaei nehmen zahlreiche junge Talente aus ganz Deutschland teil. Die Veranstaltung zeigt das wachsende Interesse am schnellen Schachformat.
Parallel dazu findet im Olympiastadion auch die 2. Deutsche 960-Meisterschaft statt. Unter den angemeldeten Großmeistern sind Daniel Fridman, Leon Mons und Robert Rabiega. Noch sind Plätze frei, die Anmeldung erfolgt über den Berliner Schachverband. Mehr zur deutschen Schachszene und aktuellen Turnieren gibt es hier.
Ausblick auf das U25-Open in Berlin
Tabatabaei startet als klarer Favorit ins Berliner Turnier. Mit seiner aktuellen Form und seinem Ehrgeiz zählt er zu den interessantesten Spielern seiner Generation. Ob er seine Siegesserie vom Tegernsee fortsetzen kann, wird sich in wenigen Tagen zeigen. Die vollständigen Teilnehmerlisten und Zeitpläne sind unter u25chess.com abrufbar.
Berlin dürfte damit erneut zum Zentrum des Schachs werden – ähnlich wie beim Weltturnier in Dortmund, das jüngst internationale Aufmerksamkeit auf sich zog.
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Quelle: DEUTSCHER SCHACHBUND